BG/BRG
KIRCHENGASSE
Projekte im Schuljahr 2018/19
Tag des Gymnasiums

Am 9. November fanden bei uns an der Kirchengasse heuer wieder einige spannende Projekte im Rahmen des Tages des Gymnasiums statt. So beschäftigten sich einige 1. Klassen mit dem Thema Digitale Grundbildung, während die 2. Klassen mit Hilfe von Workshops Informationen zu den an der Schule angebotenen Zweigen und Fremdsprachen für die nachfolgenden Schuljahre bekamen. Die 3c andererseits beschäftigte sich mit dem Thema Internetrecht/ Mobbing/Sexting. Die 7. Klassen beschäftigten sich mit Pater Jakob Gapp und dem Thema Widerstand im Nationalsozialismus. Und nicht zu vergessen: traditionell lud das Orientierungslauf-Team um Prof. Pacher wieder Volksschulen zum Schnuppern ein. Zum Orientierungslauf-Schnuppern gibt es gleich im folgenden Abschnitt noch einen kurzen Bericht.

 

Einweihung der Pater Jakob Gapp-Gedenkstätte – Ein Kunstwerk gegen das Vergessen

Das Gymnasium ist nicht nur die erfolgreichste Schulform Österreichs, sondern auch eine, die seit dem 18. Jahrhundert fixer Bestandteil der heimischen Bildungslandschaft ist. Dies wird jährlich am Tag des Gymnasiums, diesmal am 9. November gefeiert. Im BG/BRG Kirchengasse wird aus diesem Anlass im Gedenkjahr 2018 ein Kunstwerk enthüllt, das daran erinnert, dass das Gymnasium auch immer ein Ort des kritischen Reflektierens und Denkens war. Die Schöpfung des Künstlers Werner Loder stellt den Abschiedsbrief des Priesters und einstigen NS-Widerstandskämpfers Jakob Gapp dar, den er vor seiner Hinrichtung durch das Nazi-Regime an seine Familie geschrieben hatte. 800 Arbeitsstunden und 2000 Euro hat Loder selbst in dieses Werk investiert, der Schule stellt er die Arbeit, die am 9. November um 11.40 feierlich präsentiert wird, unentgeltlich zur Verfügung. Zwei Jahre hat der Künstler an den Platten gearbeitet, auf denen mit Hilfe von Mosaiksteinchen die Zeilen des Abschiedsbriefes dargestellt sind. „Trotzdem schenke ich dieses Werk der Schule, denn es ist mir wichtig, dass es einen guten Platz bei jungen Leuten bekommt“, erläuterte der Künstler.

Jakob Gapp, der ehemalige Lehrer an der Vorgängerschule des BG/BRG Kirchengasse, dem Marieninstitut, war einer der ersten Widerstandskämpfer gegen das Naziregime. Wegen seiner kritischen Auseinandersetzung mit dem menschenverachtenden Regime musste Gapp Graz 1938 verlassen, da sich der Orden mit den neuen Machthabern arrangieren wollte. Seine Hinrichtung 1943 jährt sich heuer zum 75. Mal.

„Es gehört auch zu unserem Bildungsauftrag, den uns anvertrauten Jugendlichen beizubringen, Entwicklungen zu hinterfragen und nicht blind der Masse hinterherzulaufen“, erklärt Reinhard Gande, Direktor des BG/BRG Kirchengasse. Daher werden zur feierlichen Eröffnung nicht nur die Schulsprecher, sondern auch alle Klassensprecher geladen.  Am Tag des Gymnasiums werden sich zudem die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit dem Widerstand gegen das NS-Regime und besonders mit Jakob Gapp auseinandersetzen, auch zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wird in den Klassen gearbeitet werden.

 

Orientierungslauf-Schnuppern

Das BG/BRG Kirchengasse Graz bietet, unterstützt von unserem Partnerclub SU-Schöckl Orienteering, am Tag des Gymnasiums schon traditionell ein Orientierungslauf-Schnuppern für Volksschulklassen an. Diesmal war das Gelände rund um das Uni-Sportzentrum Rosenhain das Übungsareal. An die 150 Kinder waren auf der Suche nach den rot-weißen Posten mit Freude im Gelände unterwegs und konnten an den vier Stationen verschiedene Aufgaben lösen. Als Anerkennung gab es für alle Teilnehmer eine Urkunde.
Ein besonderer Dank gilt dabei den erfolgreichen Orientierungsläufer/-innen unserer Schule, die in vorbildlicher Weise die Tagesorganisation fast ohne Anleitung bewältigten und so den kleinen Kindern ein schönes Erlebnis bieten konnten.

72 Stunden ohne Kompromiss

Wir, die 7c, hatten die Ehre heuer am 72 Stunden ohne Kompromiss-Projekt teilzunehmen. Dabei handelt es sich um Projekt der Katholischen Jugend in Kooperation mit youngCaritas und Hitradio Ö3. Durch das Projekt konnten wir mit gemeinnützigen Aufgaben anderen Menschen helfen. Uns wurden drei Projekte zugeteilt, die da wären:

– im Frauenhaus Rosalie ein Zimmer zu sanieren
– in einer Vinzi-Einrichtung einen Boden neu zu verlegen
– in einem Flüchtlingsquartier einige Räume neu zu designen